Sonnabend, 20. März 2027

Auf den Spuren der Werkbahnen der Freiherr Kniggeschen Industriebetriebe in Bredenbeck am Deister

Mitte des 19. Jahrhunderts, im damaligen Königreich Hannover, gründeten sich erste Komitees zum Bau einer Eisenbahn von Hannover zum Deister. Die Männer der ersten Stunde waren der Industrielle Georg Egestorff aus der damals noch selbstständigen Stadt Linden, Besitzer einer Lokomotiv- und Maschinenfabrik, und Ernst Freiherr Knigge, Mitbesitzer des Rittergutes Bredenbeck und der kniggeschen Industriebetriebe in Bredenbeck. Sie setzten sich nachdrücklich für den Bau der Bahn von Hannover bis Bantorf über Bredenbeck ein. So sollten alle Bergwerke und Industriebetriebe am Deister mit Hannover und Linden verbunden werden. Es dauerte bis zur Übernahme des Königreichs Hannover durch Preußen im Jahr 1866, bis der Bau der Hannover-Altenbekener Eisenbahn und der Deisterbahn von Weetzen nach Haste im Jahr 1869 begann. Bekanntlich wurde die Deisterbahn von Weetzen über Lemmie nach Wennigsen gebaut und ließ Bredenbeck damit „links“ liegen.

Es waren die Freiherren Knigge, die auf eigene Rechnung die Anschlussbahn von Weetzen nach Bredenbeck bauten und betrieben. Neben dieser Normalspurbahn gab es weitere Schmalspurbahnen im kniggeschen Forst. Die Errichtung dieser Bahnen ermöglichte es den Freiherrn Knigge, ihre Kohle- und Kalkindustrie konkurrenzfähig auszubauen.

Hintergründe zu den kniggeschen Industriebetrieben, zum Bau der Deisterbahn und des Anschlusses nach Bredenbeck sowie die Spuren der Bahnen werden auf der Wanderung erkundet und erklärt.

Foto einer Lok der Werkbahn der Kniggeschen Industriebetriebe, um 1900

In Kooperation mit dem Heimat- und Kulturverein Bredenbeck

Beginn: 13 Uhr (Dauer ca. 2,5h)

Treffpunkt: vor Ort (genauer Treffpunkt wird noch bekannt gegeben)

Kosten: 5 € (Mitglieder und Nichtmitglieder)

Leitung: Dr. Achim Grube/ Jürgen Marsky

Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Empfohlen wird festes Schuhwerk.

 

Wichtig: Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung in der Geschäftsstelle möglich
(Email: Hist.Verein@nla.niedersachsen.de, Tel.: 0511-120 6608)