Prof. Dr. Oliver Auge, Kiel
Neues aus der Regionalgeschichte – nicht nur Schleswig-Holsteins
18:30 Uhr Niedersächsisches Landesarchiv, Hannover

Landes- und Regionalgeschichte sind landauf und landab akut in Gefahr. In öffentlichen Sparrunden stehen sie als in einer globalisierten Welt vermeintlich zu kleinteilige und mithin zu wenig bedeutsame Disziplinen schnell zur Disposition. Geisteswissenschaftliche Fächer werden seitens der Politik und Verwaltung gern als „quantité négligeable“ betrachtet werden, deren immanenter Teil Landes- und Regionalgeschichte sind. Konkret wird derzeit über die ersatzlose Streichung der landesgeschichtlichen Professuren in Jena, Leipzig und Gießen nachgedacht. Ein so angesetzter Rotstift ist aber wenig vorausschauend gehandhabt. Denn gerade der Landes- und Regionalgeschichte gehört in einer modernen, d.h. globalen, digitalisierten und barrierefreien Welt die Zukunft, wie die aktuellen Aufgaben und Ziele regionalhistorischer Arbeit anschaulich zeigen. Der bebilderte Vortrag wird dies vornehmlich, aber nicht nur am Beispiel der regionalhistorischen Arbeit in Schleswig-Holstein vor Augen führen.
