Buchvorstellung
Ernst Böhme „Bürgerliche Repräsentation und ‚koloniale Idylle‛. Die Familie Lehmann zwischen Göttingen und Qingdao“
18:30 Uhr Niedersächsisches Landesarchiv, Hannover

Die neue Publikation in der vom Historischen Verein für Niedersachsen herausgegebenen Reihe „Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens“, erschienen als Band 145 im Wehrhahn-Verlag, beleuchtet anhand des Nachlasses der Göttinger Familie Lehmann deren Verbindungen in die deutsche Kolonie Qingdao, in der Ewald Lehmann von 1904 bis 1914 als Richter wirkte. Die Briefe und zahlreichen Fotos, die das Ehepaar Ewald und Erna Lehmann von dort nach Göttingen schickte, geben einen bisher unbekannten Einblick in das Leben der kolonialen Oberschicht. Gewissermaßen in Echtzeit werden die Protagonisten bei ihren gesellschaftlichen, sportlichen und touristischen Aktivitäten vorgestellt. Die aus den Originalquellen erarbeitete, für ein vielfältiges Publikum geschriebene und reich bebilderte wissenschaftliche Darstellung eröffnet neue Einsichten in die Göttinger Stadtgeschichte, die bürgerliche Sozialgeschichte und die deutsche Kolonialgeschichte.
Der Autor Dr. Ernst Böhme ist promovierter Historiker und war von 1997 bis zu seinem Ruhestand 2020 Leiter des Stadtarchivs Göttingen sowie von 2005 bis 2020 zugleich Leiter des Stadtmuseums Göttingen.
Es ist geplant, dass bei der Buchvorstellung zugleich die Möglichkeit zum Erwerb des Bandes besteht.
