{"id":1088,"date":"2021-10-25T13:55:31","date_gmt":"2021-10-25T11:55:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.historischer-verein-niedersachsen.de\/?p=1088"},"modified":"2025-12-08T15:18:33","modified_gmt":"2025-12-08T14:18:33","slug":"christoph-maedge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.historischer-verein-niedersachsen.de\/index.php\/2021\/10\/25\/christoph-maedge\/","title":{"rendered":"CHRISTOPH M\u00c4DGE"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 16px;\"><strong>Grenzerfahrung<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"font-size: 16px;\"> <strong>Die deutsch-deutsche Elbgrenze im Amt Neuhaus (1949-1989\/90)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n<p>Das Amt Neuhaus an der Elbe nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Geschichte des deutsch-deutschen Dualismus von 1949 bis 1990 ein. Durch die Entscheidung der Alliierten wurde dieses St\u00fcck althannoverschen Hoheitsgebiets aus dem vielf\u00e4ltig verflochtenen Kulturraum an der Elbe herausgeschnitten und der sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen. Das sich versch\u00e4rfende Grenzregime auf der DDR-Seite unterband sukzessive die tradierten Kontakte zwischen beiden Flussufern und trennte so Familien, Freunde und Nachbarn. Die Elbe, die traditionell das Verbindungsglied und die Lebensader der Region war, wurde Teil des Eisernen Vorhanges. So hatte die Weltpolitik unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag der Menschen vor Ort. Doch die Menschen im Amt Neuhaus und seinen linkselbischen Nachbargemeinden fanden stets neue Wege der grenz\u00fcberschreitenden Kommunikation und der Pflege der gemeinsamen Wurzeln. Das eiserne Festhalten an den beiderseitigen Kontakten half, die gemeinsame Identit\u00e4t als Hannoveraner und Elbianer trotz der erzwungenen Teilung durch eine der bestgesicherten Grenzen der Welt zu bewahren. Durch die Ereignisse des Herbstes 1989 bot sich die Gelegenheit, den Kulturraum auch politisch wieder zusammenzuf\u00fchren. Durch kooperatives Handeln erreichten die Menschen in Ost und West 1993 die R\u00fcckgliederung des Amtes Neuhaus in das Bundesland Niedersachsen. Die andauernden Bem\u00fchungen, die Region nach \u00fcber 40 Jahren Teilung wieder zusammenwachsen zu lassen, sind exemplarisch f\u00fcr die deutsche Wiedervereinigung, die sich mit all ihren wirtschaftlichen, infrastrukturellen und menschlichen Herausforderungen bis in die heutige Zeit hinein erstreckt.<\/p>\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n<p>Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens, Band 143<\/p>\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n<p>Herausgegeben vom Historischen Verein f\u00fcr Niedersachsen<\/p>\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n<p>Wehrhahn Verlag Hannover<\/p>\r\n<!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph -->\r\n<p>2021 | 512 Seiten | Hardcover | ISBN 978\u20133\u201386525\u2013837\u20133|Preis: 38 \u20ac<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grenzerfahrung Die deutsch-deutsche Elbgrenze im Amt Neuhaus (1949-1989\/90) Das Amt Neuhaus an der Elbe nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Geschichte des deutsch-deutschen Dualismus von 1949 bis 1990 ein. 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