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Die Veröffentlichungen des Vereins können bezogen werden über den Verlag Hahnsche Buchhandlung Hannover. Vereinsmitglieder erhalten einen Preisnachlass in Höhe von 25% bzw. 30% auf den Buchhandelspreis. Eine Gesamtveröffentlichungsliste für den Zeitraum seit der Gründung des Vereins im Jahre 1835 steht dort als Download zur Verfügung (Gesamtveröffentlichungsliste 1835 - 2004). Lieferbare Veröffentlichungen sind darin gekennzeichnet.
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Hier können sie die Liste mit den Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Niedersachsen in PDF-Format Downloaden. |
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Der Verein gibt folgende Zeitschriften heraus, die den Mitgliedern bei Erscheinen kostenlos zugehen:
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Er veröffentlicht wissenschaftliche Arbeiten in der fortlaufenden Reihe
- Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens
Darin sind zuletzt erschienen: |
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Band 128
ULF WENDLER
Nicht nur Pest und Pocken
Zur Bevölkerungsgeschichte der Lüneburger Heide, des Wendlandes und der
Marschen des Fürstentums Lüneburg 1550-1850
Die Studie beschäftigt sich mit der Bevölkerung des Fürstentums Lüneburg
bzw. der Landdrostei Lüneburg zwischen 1550 und 1850. In der Lüneburger
Heide, dem Wendland und den angrenzenden Marschen, welche das Fürstentum
bildeten, fanden in diesen dreihundert Jahren Veränderungen statt, die das
Leben der Menschen unter neue Vorzeichen stellten. Die Umgestaltungen
betrafen nicht nur das Fürstentum Lüneburg, sondern lassen sich in weiten
Teilen des frühneuzeitlichen Europa bzw. -zeitlich versetzt- auch anderen
Regionen beobachten.
Ulf Wendlers Untersuchung beschreibt, wie sich die Bevölkerungszahl und das
demographische System in Stadt und Land seit 1550 entwickelten. Seine
Langzeitstudie reicht bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts, als
Agrarreformen und beginnende Industrialisierung die wirtschaftlichen und
sozialen Verhältnisse in der Landdrostei Lüneburg tiefgreifend veränderten.
338 S. | mit über 170 einf. Karten, Grafiken u. Tabellen | 2008 | ISBN: 978-3-7752-5929-3
Geb. | Preis: € 33.00
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Band 127 (NEUERSCHEINUNG 2007)
ANDREA LILIENTHAL
Die Fürstin und die Macht
Welfische Herzoginnen im 16. Jahrhundert:
Elisabeth, Sidonia, Sophia
Andrea Lilienthal untersucht in ihrer Studie die Handlungsmöglichkeiten und das Machtpotential von Fürstinnen im 16. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen die welfischen Herzoginnen Elisabeth, Sidonia und Sophia, die sich als vormundschaftliche Regentin, Gemahlin und Witwe in einer Vielzahl von Konfliktsituationen behaupteten.
Inwieweit Fürstinnen Macht ausüben konnten, war von verschiedenen Faktoren abhängig: Einerseits waren sie als Angehörige eines hohen Standes den meisten - auch den männlichen - Zeitgenossen übergeordnet. Aber wie war es um ihren Status innerhalb des Fürstenstandes bestellt? Kann man tatsächlich davon ausgehen, dass sie aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit wenig Chance auf Durchsetzung ihrer Interessen hatte? War die ökonomische und rechtliche Abhängigkeit von Vater oder Bruder ausschlaggebend oder lag mit der Möglichkeit, dynastischen Einfluss geltend zu machen, ein Pfund auf der Waage, das letztlich sogar noch schwerer wiegen mochte?
Dirk Riesener beschreibt die Geschichte der Polizeidirektion in fünf Epochen: Kaiserreich, Weimarer Republik, ‚Drittes Reich', Besatzungszeit und die frühe Bundesrepublik und setzt sie zum gesellschaftlich-politischen Umfeld in Beziehung.
Die Autorin fragt nach den Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten in Konfliktfällen zwischen Ehegatten, Mutter und Sohn, Schwiegermutter und Schwiegertochter, Vettern, Geschwistern und innerhalb dynastischer Beziehungsnetze. Dabei stellt sie gängige Kategorisierungsmuster auf die Probe und gewinnt einen neuen Blick auf die Position der Fürstin.
"Die Fürstin" verfügte über ein eigenes Statuspotential und schöpfte Handlungsmöglichkeiten aus, die Frauen späterer Epochen verstellt waren.
Mit "Die Fürstin und die Macht" hat Andrea Lilienthal eine faszinierende Studie über Geschlechterbeziehungen im 16. Jahrhundert vorgelegt, die durch die Verbindung struktur- und handlungstheoretischer Perspektiven weit über die konkreten Fallstudien hinausweist.
310 S. | 11 einf. Abb. | 2007 | ISBN: 978-3-7752-5928-6
Geb. | Preis: € 33.00, für Vereinsmitglieder 23,10 €
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Band 126 (NEUERSCHEINUNG 2006)
DIRK RIESENER
Die Polizeidirektion Hannover. Gesellschaft, Industrie und Polizei vom Deutschen Reich bis zu Bundesrepublik Deutschland
Die Polizei ist, wie kaum eine andere Organisation, ein Spiegelbild staatlicher Machtausübung und gesellschaftlicher Prozesse. Während sie in einer Demokratie das staatliche Gewaltmonopol verkörpert und der Kontrolle durch Parlament und Justiz unterliegt, kann sie in einer Diktatur zum Macht- und Willkürinstrument werden. Gerade die jüngere deutsche Geschichte veranschaulicht in zum Teil bedrückender Weise, wie diese Rolle ausgestaltet, ja wie die Polizei missbraucht werden kann.
Dirk Riesener beschreibt die Geschichte der Polizeidirektion in fünf Epochen: Kaiserreich, Weimarer Republik, ‚Drittes Reich', Besatzungszeit und die frühe Bundesrepublik und setzt sie zum gesellschaftlich-politischen Umfeld in Beziehung.
Herausgekommen ist eine hervorragende Beschreibung der Entwicklung einer städtischen Polizei in verschiedenen Herrschaftssystemen, die auch den Durchsetzungsprozess des staatlichen Gewaltmonopols transparent macht. Mit dieser Studie wird auch die wissenschaftliche Erkenntnislage zur niedersächsischen Geschichte erweitert, die besonders Ende der 1940er Jahre im Bereich der Polizei und Verwaltung britischen Vorbildern folgte.
300 S. | zahlr. Abb. U. Tabellen | 2006 | ISBN: 10: 3-7752-5926-0 | ISBN 13: 978-3-7752-5926-2 |
Geb. | Preis: € 29.00
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Band 125 (NEUERSCHEINUNG 2005)
ANNE-KATHRIN REICH
Kleidung als Spiegel sozialer Differenzierung
Kleidung ist ein Spiegelbild gesellschaftlicher Wertvorstellungen. Sie dient als Zeichen
für soziale Einordnung und Abgrenzung innerhalb einer Gesellschaft und ist damit
ein wichtiges Kommunikationsmittel. Über Kleidung werden Aussagen getroffen
hinsichtlich gesellschaftlicher Rollen- und Gruppenzuweisungen. In stark hierarchisch
strukturierten Gesellschaften besitzt Kleidung eine bedeutende soziale Funktion
und bietet dadurch ein in sich geschlossenes und interpretationsfähiges Zeichensystem.
Etwa von der Mitte des 12. bis zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert versuchte
die Obrigkeit in Europa mit Kleiderordnungen regulierend in das gesellschaftliche
Sozialgefüge einzugreifen, um die spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Ständeordnung
für die Öffentlichkeit festzuschreiben. Kleiderordnungen regeln den Aufwand
an Kleidung, Material, Schmuck und Accessoires, der jedem Einzelnen zugestanden
wurde. Im Rahmen der Aufwands- und Luxusordnungen, die zu der städtischen
und territorialen Polizeigesetzgebung gehörten, bildeten Kleiderordnungen
einen wichtigen Bestandteil der Gesetzgebung im Mittelalter und der Frühen Neuzeit.
Im deutschsprachigen Raum traten die ersten städtischen Kleiderordnungen Anfang
des 14. Jahrhunderts in Kraft.
Für die Altstadt Hannover sind etwa 30 Kleiderordnungen aus dem Zeitraum von
1312 bis 1671 erhalten. Damit besitzt Hannover die bisher älteste bekannte Kleiderordnung
im deutschsprachigen Raum. Anhand des umfangreichen Quellenmaterials
lassen sich soziale Entwicklungen beispielhaft für die Altstadt Hannover vom
14. bis zum 17. Jahrhundert aufzeigen.
Die Überlieferung der Kleiderordnungen macht deutlich, welche Auswirkungen
sich ändernde Moralvorstellungen in Bezug auf Ehe und Familie sowie Ehre im täglichen
Leben und machtpolitische Verschiebungen nach sich zogen. Soziale Positionierungen
von Männern und Frauen sowie die Aspekte der Homogenisierung oder Hierarchisierung,
Privilegierung oder Stigmatisierung und abgrenzende Effekte durch
Kleiderordnungen werden beispielhaft an der Altstadt Hannover analysiert.
204 S. | 3 sw-Abb. u. 13 Tab. | 2005 | ISBN: 3-7753-5925-2
Geb. | Preis: € 25.00
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